Unter Konzentration versteht man oft, dass jemand längere Zeit mit ungeteilter Aufmerksamkeit bei der gestellten Aufgabe bleiben kann.
Wenn man sich nun vorstellt, welche Leistung es ist, auch nur ein Wort zu schreiben, zu lesen oder eine Rechnung zu lösen, weiß man auch, welche Konzentrationsleisung Menschen täglich erbringen.
Wenn Lernende nun irgendeine Teilleistung nicht richtig ausgeprägt haben, einen inneren Verarbeitungsfilter nicht so gut nutzen können, oder irgendwelche anderen Dinge zurzeit Schwierigkeiten machen, brauchen unser Körper und unsere Seele eine Menge mehr Energie um das auszugleichen.
Dann ist die Reserve aber auch schneller verbraucht und die Konzentration auch schneller erschöpft.
Ein gesunder Mensch kann in etwa eine Strecke von 4 km bei einem leichten, lockeren Fußmarsch, in einer Stunde zurücklegen. Mit einem Gipsbein kann man auch gehen, aber man strengt sich mehr an und ist langsamer. Auch braucht man mehr Energie und ist daher schneller müde. Es kann passieren, dass man die 4 km gar nicht schafft.
Nachdem dann der Gips abgenommen worden ist, ist das Bein, das im Gips war, nicht so gut trainiert, wie das andere Bein. Und obwohl kein Gips mehr die Betätigung hindert, ist der Energieaufwand immer noch sehr groß und die Anstrengung immer noch größer, als bei ausgeglichener Leistungsfähigkeit beider Seiten.
Daher muss die untrainierte Seite „nachtrainiert werden“
Wie beim Lernen – wenn alle Teilleistungen ausgeglichen funktionieren, braucht der/die Lernende weniger Energie und kann die gleichbleibende Leistung länger halten.

